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BFH bestätigt DFVV

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit seinem Urteil vom 14.12.2011 (AZ: I R 108/10) seine bisherige Rechtsprechung aus 1992 zur Aktivierung von Ablösezahlungen bestätigt. Der BFH bewertet trotz der insbesondere durch die Bosman-Entscheidung geänderten Rahmenbedingungen bei Spielertransfers, die auf die Anschaffung der Spielererlaubnis geleisteten Zahlungen des aufnehmenden Vereins für Anschaffungskosten auf ein immaterielles Wirtschaftsgut. Diese Anschaffungskosten kann der aufnehmende Verein in seiner Bilanz aktivieren und über die Dauer der Arbeitsverträge abschreiben.

Die Zahlungen an Spielervermittler wertet der BFH in der vorgenannten Entscheidung als aktivierungspflichtige Anschaffungsnebenkosten, soweit sie im Zusammenhang mit Vereinswechseln von Spielern gezahlt wurden, für die der aufnehmende Verein eine Ablöse entrichtet hat. Dies gilt laut BFH auch dann, wenn zunächst ein Auftragsverhältnis zwischen dem Spieler und dem Spielervermittler bestand und der aufnehmende Verein sich erst später bereit erklärt hat, diese Zahlung zu übernehmen.

Anders sieht der BFH dies bei der Verpflichtung eines ablösefreien Spielers, da es an einem entgeltlichen Erwerb der Nutzungsmöglichkeiten fehlt. Da der Fall insoweit noch nicht entscheidungsreif war, wurde er vom BFH zurückverwiesen. Konsequenterweise sind jedoch Zahlungen an Spielervermittler bei der Verpflichtung ablösefreier Spieler als Aufwendung zu behandeln, die ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung zu buchen sind.

 

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